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Entstehungsgeschichte


Die grundlegenden Prinzipien der Adventistischen selbstunterhaltenden Initiativen, Institutionen, Unternehmen und Missionsgruppen (ASI) sind eng verknüpft mit den biblischen Grundsätzen der Laienevangelisation, wie Paulus sie im Neuen Testament beschreibt und wie Ellen White sie in ihrem Schrifttum betont.
 
“Seine (Pauli) Vorgehensweise hat viele demütige Arbeiter mit einem Verlangen inspiriert, das zu tun, was in ihrer Macht steht, um das Werk Gottes voranzutreiben, während sie sich gleichzeitig mit ihrer täglichen Arbeit selbst unterstützten. … Der Herr verwendet die unterschiedlichsten Instrumente, um Seine Ziele zu erreichen.” (Welfare Ministry, S. 63).
 
ASI wurde aus dem Madison-College-Projekt heraus entwickelt, das von Dr. E.A. Sutherland und Percy Magan unter der Anleitung von Ellen White ins Leben gerufen worden war. Schwester White war der festen Überzeugung, dass das Madison College auf ein spezielles Bedürfnis innerhalb der Gemeinde einging. Sie sprach wiederholt über die Rolle, die das College beim Aufbau eines selbstunterhaltenden Werks spielte - eine Rolle, die die schulischen Einrichtungen der organisierten Gemeinschaft ergänzte und sogar herausforderte. “Vor dem sich selbstunterhaltenden Evangeliumsarbeiter tut sich ein weites Feld auf. Viele mögen wertvolle Erfahrungen sammeln, indem sie einen Teil ihrer Zeit irgendeiner Form von körperlicher Arbeit nachgehen...” (Welfare Ministry, S. 64).
 
Die selbstunterhaltende Schule wurde 1904 in der Nähe von Nashville, Tennessee, gegründet. Obwohl sie anfangs ums Überleben kämpfte, dauerte es nicht lange, bis sie wuchs und damit begann, in den gesamten Vereinigten Staaten Satelliten-Schulen und -Einrichtungen zu “pflanzen”. Zur Atmosphäre dieser aufstrebenden Organisation gehörten die jährlichen Versammlungen, bei denen alle Einheiten zusammenkamen. Arthur W. Spalding schrieb in seinem Buch Origin and History of Seventh-day Adventists (Entstehung und Geschichte der Siebenten-Tags-Adventisten): “Vierzig Jahre lang versammelten sich die Schulen, Sanatorien, Erholungsheime und andere Einrichtungen der ländlichen Mission am Madison College zu einer Zusammenkunft der selbstunterhaltenden Arbeiter” (S. 183). So wurde die Grundlage für das geschaffen, was heute in Amerika die alljährliche ASI International Convention ist.
 
Auf ihrer 1945 stattfindenden Herbstsitzung empfahl die Generalkonferenz die Gründung eines Dachverbandes, um die selbstunterhaltenden Arbeiter zu vereinen und eine starke Verbindung zur Organisation der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten zu fördern. 1946 arbeiteten das Madison College und die Southern Union Conference (der südliche Verband der U.S.A.) an einer Verzahnung der selbstunterhaltenden Einheiten mit der Gemeinschaft. Diese Bemühungen führten im März 1947 zu einer Zusammenkunft der Delegierten von 25 selbstunterhaltenden Institutionen in Cincinnati, Ohio. Zweck dieser Tagung war die Gründung der Association of Seventh-day Adventist Self-Supporting Institutions (Verband siebenten-Tags-adventistischer selbstunterhaltender Institutionen). Der Verband setzte sich zusammen aus Vertretern der selbstunterhaltenden Institutionen sowie leitenden Brüdern der Generalkonferenz und der Verbände. Dr. E. A. Sutherland wurde erster Präsident und Dr. Wayne McFarland erster Sekretär dieser Organisation.
 
Im Laufe der Jahre wuchs der Verband, veränderte sich und fing an, auch Laienglieder von außerhalb der selbstunterhaltenden Institutionen mit aufzunehmen. 1979 wurde der etwas umständliche Name Association of Privately Owned Seventh-day Adventist Services and Industries in die weniger umständliche Bezeichnung Adventist-laymen’s Services and Industries (Adventistische Laien-Dienste und Gewerbebetriebe) umgewandelt. Heutzutage repräsentieren die ASI-Mitglieder eine einzigartige und bunte Mischung von adventistischen Laiengliedern, die sich verpflichtet fühlen, der Welt die Liebe Jesu zu vermitteln.
 
1983 sprang dann der Funke auch nach Europa über, als in Großbritannien der erste ASI-Verband außerhalb von Nordamerika gegründet wurde. Sieben Jahre später wurde schließlich auch ASI Deutschland ins Leben gerufen. Am 20. Mai 1990 kamen 20 Adventisten zu diesem Zweck in Darmstadt zusammen. Erster Vorstands-Vorsitzender der "Vereinigung adventistischer selbstunterhaltender Institutionen, Unternehmen und Missionsgruppen e.V." wurde Heinz Henning, der nach seiner aktiven Zeit als Schulleiter der Marienhöhe in der Lüneburger Heide einen Bauernhof erworben hatte und diesen für religiöse Bildungsveranstaltungen und Sozialprogramme nutzte.
 
Seit 1990 haben sich ferner nationale ASI-Verbände in Frankreich, der Schweiz, Österreich, Italien, Ungarn, Spanien und der Tschechei konstituiert, die sich 1998 zusammen mit ASI Deutschland in Paris zu ASI Europa zusammenschlossen.
 
Unter der Führung von Heinz Henning ist die Zahl der ASI-Mitglieder in Deutschland auf rund 40 gewachsen. Seit Mai 2003 ist Dr. Gerhard Padderatz, Unternehmer und Unternehmensberater, Vorsitzender des ASI-Vorstands in Deutschland.