Ich hatte diesen Sommer das Vorrecht, für drei Wochen auf die Philippinen zu fliegen, um
dort Gottes Wort zu verkünden. Es begann alles auf dem ATS-Jugendsabbat 2005 in Bayreuth
mit Bruder Folkenberg. Meine Cousine und ich beschlossen, in dem nächsten Sommer auch
ins Ausland zu gehen und dort eine Evangelisation zu halten. Wo, wann und wie, das war uns
noch nicht klar, aber Gott beantwortete schon am selben Tag unsere erste Frage. Wir kamen
mit einigen Jugendlichen ins Gespräch und erfuhren, dass eine Gruppe im Sommer 2006 auf
die Philippinen fliegen wollte. Man bot uns an, mitzukommen. Ohne zu zögern sagten wir zu.
Die Zeit verging schnell und so befanden wir uns schon bald auf dem Münchener Flughafen,
auf dem Weg ins Abenteuer mit Gott!
Eine andere Welt begegnete uns, als wir aus dem Flugzeug stiegen. Die Menschen, die Landschaft, das Leben – alles war anders und doch einzigartig! Mit unserer Gruppe von ca. 40 jungen Menschen, die meisten aus Österreich, Deutschland und den USA, starteten wir auf Mindoro, einer größeren Insel der Philippinen, unser Werk mit Gott. An mehr als 20 Orten hielten wir, meist zu zweit, Evangelisationen nach dem Konzept von Global Evangelism.
Vormittags tauschten wir unsere Erfahrungen aus und am Abend standen wir vor gefüllten
Sälen und predigten das Evangelium. Mein Partner Alexander, ein junger Österreicher, und
ich predigten in Anoling, einem kleinen Dorf mit ca. 3000 Einwohnern. Die Gemeinde dort
hatte vor der Evangelisation 30 Glieder und war eine der sieben Glaubensgemeinschaften, die
in diesem Dorf eine Kirche hatte.
Jeden Abend kamen unglaublich viele Kinder. Alexander und ich haben uns immer abgewechselt und mit den Kindern aus der Gemeinde ein Kinderprogramm durchgeführt. Danach wurde eine kurze Gesundheitsbotschaft vorgetragen, bis es schließlich zum Vortrag des Abends kam. Wir haben in Englisch gepredigt und wurden in die dortige Landessprache übersetzt. Wir hatten pro Abend ca. 15-20 Gäste, denen wir die frohe Botschaft weitergeben konnten. Nach zweieinhalb Wochen hatten wir einen großen Abschlussgottesdienst. Am Sabbat versammelten sich alle Gemeinden der 20 Orte, um gemeinsam eine Taufe zu feiern. Gott hat diese Zeit sehr gesegnet, denn wir durften miterleben, wie mehr als 1.000 Menschen ihr Leben Jesus übergaben. Es war ein unbeschreibliches Erlebnis!
Ich bin Gott sehr dankbar für diese einmalige Zeit. Er hat uns soviel geschenkt, so dass wir genug Geld hatten für diese Reise. Außerdem durften wir erleben, dass Adventgemeinde weltweit vorhanden ist! Viele Freunde mussten wir zurücklassen, wir durften aber auch viele Erfahrungen erleben. Dem Herrn sei Dank, denn er ist es, den wir dadurch verherrlichen wollen! Ganz besonderen Dank möchte ich auch noch der ASI-Gesellschaft aussprechen. Mit ihrer Spende haben sie mir geholfen, das Wort Gottes den Menschen auf den Philippinen weiterzugeben. Vielen Dank! Christina Heibutzki, 19 Jahre, Studentin |