Über uns

Was ist ASI? – Ziele und Aufgaben

ASI steht für Adventistische Selbstunterhaltende Institutionen, Missionswerke und Unternehmen - ein Zusammenschluss von Siebenten-Tags-Adventisten, die im privaten Bereich als selbständige Geschäftsleute, Freiberufler, Unternehmensgründer sowie in Bildungs-, Medien- und Gesundheitsprojekten usw. aktiv sind. ASI fungiert als Dachverband und unterstützt Programme in den Bereichen Gesundheit, Business, Bildung, Medien, Sozialarbeit, Landwirtschaft sowie Angebote für Familien, Kinder, sozial Benachteiligte und Menschen mit Migrationshintergrund.

Ursprünglich in den USA gegründet, gibt es inzwischen auf der ganzen Welt nationale ASI-Verbände. In Europa stellt ASI Deutschland den größten Verband dar und repräsentiert mehr als 200 Mitglieder. ASI ist ein Netzwerk und Forum für die Zusammenarbeit untereinander sowie die gegenseitige Inspiration bei Gründung von missionarischen Unternehmen, Einflusszentren oder der Initiierung von Projekten.

ASI unterstützt einen christlichen Lebensstil, der sich besonders in der ständigen Verbindung mit Gott ausdrückt. ASI-Mitglieder möchten Gottes Liebe an Menschen weitergeben, denen sie in ihrem Alltag, bei ihrer beruflichen Tätigkeit begegnen. Mitglieder von ASI zeichnen sich durch eine hohe Business-Ethik im Geschäftsleben, der nachhaltigen Unterstützung von verschiedenen Aktivitäten in der weltweiten Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten sowie durch eine positive Haltung gegenüber der Weltkirchenleitung aus. ASI-Mitglieder stellen bei ihrer Arbeit Jesus Christus und sein Leben in den Mittelpunkt und bekennen sich auf dem "Marktplatz des Lebens" zu ihm; gemäß dem internationalen Motto von ASI: „Sharing Christ in the Marketplace“.

ASI-Geschichte

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ASI wurde aus dem Madison-College-Projekt heraus entwickelt, das von Dr. E.A. Sutherland und Percy Magan unter der Anleitung von Ellen White ins Leben gerufen worden war. Ellen White war der festen Überzeugung, dass das Madison College auf ein spezielles Bedürfnis innerhalb der Kirche einging. Sie sprach wiederholt über die Rolle, die das College beim Aufbau eines selbstunterhaltenden Werks spielte - eine Rolle, die die schulischen Einrichtungen der organisierten Gemeinschaft ergänzte und sogar herausforderte. “Vor dem sich selbstunterhaltenden Evangeliumsarbeiter tut sich ein weites Feld auf. Viele mögen wertvolle Erfahrungen sammeln, indem sie einen Teil ihrer Zeit irgendeiner Form von körperlicher Arbeit nachgehen...” (Welfare Ministry, S. 64).

Die selbstunterhaltende Schule wurde 1904 in der Nähe von Nashville, Tennessee, gegründet. Obwohl sie anfangs ums Überleben kämpfte, dauerte es nicht lange, bis sie wuchs und damit begann, in den gesamten Vereinigten Staaten Satelliten-Schulen und -Einrichtungen zu “pflanzen”. Zur Atmosphäre dieser aufstrebenden Organisation gehörten die jährlichen Versammlungen, bei denen alle Einheiten zusammenkamen. Arthur W. Spalding schrieb in seinem Buch Origin and History of Seventh-day Adventists (Entstehung und Geschichte der Siebenten-Tags-Adventisten): “Vierzig Jahre lang versammelten sich die Schulen, Sanatorien, Erholungsheime und andere Einrichtungen der ländlichen Mission am Madison College zu einer Zusammenkunft der selbstunterhaltenden Arbeiter” (S. 183). So wurde die Grundlage für das geschaffen, was heute in Amerika die alljährliche „ASI International Convention“ ist.

Auf ihrer 1945 stattfindenden Herbstsitzung empfahl die Generalkonferenz die Gründung eines Dachverbandes, um die selbstunterhaltenden Arbeiter zu vereinen und eine starke Verbindung zur Organisation der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten zu fördern. 1946 arbeiteten das Madison College und die Southern Union Conference (der südliche Verband der U.S.A.) an einer Verzahnung der selbstunterhaltenden Einheiten mit der Kirche. Diese Bemühungen führten im März 1947 zu einer Zusammenkunft der Delegierten von 25 selbstunterhaltenden Institutionen in Cincinnati, Ohio. Zweck dieser Tagung war die Gründung der Association of Seventh-day Adventist Self-Supporting Institutions (Verband selbstunterhaltender Institutionen der Siebenten-Tags-Adventisten). Der Verband setzte sich zusammen aus Vertretern der selbstunterhaltenden Institutionen sowie leitenden Vertretern der Weltkirchenleitung und der Verbände. Dr. E. A. Sutherland wurde erster Präsident und Dr. Wayne McFarland erster Sekretär dieser Organisation.

Im Laufe der Jahre wuchs der Verband, veränderte sich und fing an, auch Laienglieder von außerhalb der selbstunterhaltenden Institutionen mit aufzunehmen. 1979 wurde der etwas umständliche Name „Association of Privately Owned Seventh-day Adventist Services and Industries“ in die weniger umständliche Bezeichnung „Adventist-Laymen’s Services and Industries“ (Adventistische Laien-Dienste und Gewerbebetriebe) umgewandelt. Heutzutage repräsentieren die ASI-Mitglieder eine einzigartige und bunte Mischung von adventistischen Laiengliedern, die sich verpflichtet fühlen, der Welt die Liebe Jesu zu vermitteln.

1983 sprang dann der Funke auch nach Europa über, als in Großbritannien der erste ASI-Verband außerhalb von Nordamerika gegründet wurde. Sieben Jahre später wurde schließlich auch ASI Deutschland ins Leben gerufen. Am 20. Mai 1990 kamen 20 Adventisten zu diesem Zweck in Darmstadt zusammen. Erster Vorstandsvorsitzender der "Vereinigung adventistischer selbstunterhaltender Institutionen, Unternehmen und Missionsgruppen e.V." wurde Heinz Henning, der nach seiner aktiven Zeit als Schulleiter des Schulzentrums Marienhöhe in der Lüneburger Heide einen Bauernhof erworben hatte und diesen für Bildungsveranstaltungen und Sozialprogramme nutzte.

Seit 1990 haben sich ferner nationale ASI-Verbände in Frankreich, der Schweiz, Österreich, Italien, Ungarn, Spanien und der Tschechei konstituiert, die sich 1998 zusammen mit ASI Deutschland in Paris zu ASI Europa zusammenschlossen. Heute sind in ASI Europa bereits 18 Länderorganisationen zusammengeschlossen.

ASI Deutschland entwickelt seit November 2015 gezielt Programme zur Gründung von sogenannten „Einflusszentren“. Seit Herbst 2016 fördert ASI die Hyvecamp Startup Community, welche eine Gründungswerkstatt betreibt und nachhaltiges Wachstum von gesellschaftsrelevanten Unternehmen unterstützt.