Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überragende Kraft von Gott sei und nicht von uns. 2.Korinther 4,7.
Die Frage ist gestellt worden, welche Art von Gefäßen der Heilige Geist gebrauchen kann. Siehe 2.Timotheus 2,20. Was sagt Jesus dazu? „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“ Matthäus 11,28-30. Welche Gefäße kann der Meister gebrauchen? Leere Gefäße. Wenn wir die Seele „von jeder Befleckung … reinigen“ (2.Korinther 7,1, EB), sind wir gebrauchsfertig.
Haben wir die Selbstsucht abgelegt? Sind wir von selbstsüchtigen Plänen geheilt? Wenn wir uns nur weniger mit uns selbst beschäftigen würden! Möge der Herr sein Volk, seine Lehrer und seine Gemeinden reinigen! Er hat allen eine Norm gegeben, von der sie sich nicht achtlos abwenden dürfen. Aber immer noch weichen sie von den Prinzipien der Gerechtigkeit ab. Wie lange soll das noch dauern? Wie soll der Meister uns als Gefäße für den heiligen Dienst gebrauchen können, wenn wir uns nicht selbst entleeren und seinem Geist keinen Raum zum Wirken geben?
Gott ruft sein Volk auf, ihn zu offenbaren. Gibt es [etwa] in der Welt Prinzipien der Integrität, die wir in der Gemeinde vergeblich suchen? Zeigt sich denn selbstsüchtiger Ehrgeiz zuerst bei den Nachfolgern Christi? Sollten ihre Prinzipien nicht auf das wahre Fundament, nämlich Jesus Christus, gegründet sein? Womit sollen wir denn auf dieses Fundament bauen, damit in der Gemeinde nicht mehr Widerstreit, sondern Einigkeit herrscht? Sollen wir „Holz, Heu oder Stroh“ nehmen oder nicht vielmehr die hochwertigsten Materialien verwenden — „Gold, Silber, Edelsteine“? 1.Korinther 3,12. Sollten wir nicht zwischen der Spreu und dem Weizen scharf trennen? Erkennen wir nicht, dass wir den Heiligen Geist in unser Herz aufnehmen müssen, damit er unser Leben formen und gestalten kann?
Wir leben in gefahrvollen Zeiten. Mit aller Ehrfurcht vor Gott möchte ich sagen, dass die richtige Schriftauslegung für eine gute moralische Charakterentwicklung notwendig ist. Wenn Herz und Sinn vom Geist Gottes beeinflusst werden und die Selbstsucht getötet ist, kann die Wahrheit sich immer weiter ausbreiten und entwickeln. Wenn die Wahrheit unseren Charakter prägt, dann wird sie tatsächlich als Wahrheit erkennbar sein. The Review and Herald, 28. Februar 1899.
[Die Andacht stammt aus dem Buch Das Wirken des Heiligen Geistes von Ellen White, Tag 12. April]
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