Es geschah aber, da Apollos zu Korinth war, daß Paulus durchwandelte die oberen Länder und kam gen Ephesus und fand etliche Jünger; zu denen sprach er: Habt ihr den heiligen Geist empfangen, da ihr gläubig wurdet? Sie sprachen zu ihm: Wir haben auch nie gehört, ob ein heiliger Geist sei.“ Apostelgeschichte 19,1.2.
Auch heute sind viele genauso unwissend über das Wirken des Heiligen Geistes am Menschenherzen wie jene Gläubigen in Ephesus; und doch lehrt Gottes Wort keine Wahrheit deutlicher als sie. Propheten und Apostel haben dieses Thema behandelt. Christus selbst lenkt unsere Aufmerksamkeit auf das Wachstum in der Pflanzenwelt, um zu veranschaulichen, wie sein Geist die Förderung des geistlichen Lebens bewirkt. Der Saft, der von der Wurzel des Weinstocks aufsteigt, verteilt sich auf die Zweige, sichert das Wachstum und bringt Blüten und Früchte hervor. Siehe Johannes 15,1-5. So ist es auch mit der Leben spendenden Kraft des Heiligen Geistes: Sie geht vom Erlöser aus, durchdringt den Menschen, erneuert seine Beweggründe und Neigungen, macht selbst die Gedanken dem Willen Gottes untertan und befähigt den Empfänger, als kostbare Frucht gute Taten hervorzubringen.
Der Urheber dieses geistlichen Lebens ist unsichtbar. Zu erklären, wie und wodurch jenes Leben verliehen und unterhalten wird, liegt außerhalb der Möglichkeiten menschlicher Weisheit. Das Wirken des Geistes steht jedoch stets in Einklang mit dem geschriebenen Wort. In der geistlichen Welt ist es genauso wie in der natürlichen: Das natürliche Leben wird von Augenblick zu Augenblick durch göttliche Macht erhalten. Aber das geschieht nicht durch ein unmittelbares Wunder, sondern durch den Gebrauch der Segnungen, die in unserem Bereich liegen. In gleicher Weise wird das geistliche Leben durch die Anwendung jener Mittel erhalten, die die Vorsehung gewährt. Will ein Nachfolger Christi „zur vollen Mannesreife“ (Epheser 4,13, EB) heranwachsen, so muss er von dem „Brot des Lebens“ essen (Johannes 6,35.51) und von dem Wasser des Heils trinken. Siehe Johannes 4,14. Er muss wachen, beten und arbeiten und in allen Dingen die Unterweisungen beachten, die Gott in seinem Wort gegeben hat. Das Wirken der Apostel 283f. rev.
[Die Andacht stammt aus dem Buch Das Wirken des Heiligen Geistes von Ellen White, Tag 12. Januar – zur Verfügung gestellt von ASI Deutschland]
Das Buch ist 2006 im Advent-Verlag Lüneburg erschienen und kann dort, oder auch
im adventistbookcenter.at oder dem Advent-Verlag Schweiz bestellt werden.
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