So spricht der Herr: Der Weise rühme sich nicht seiner Weisheit und der Starke rühme sich nicht seiner Stärke, der Reiche rühme sich nicht seines Reichtums; sondern wer sich rühmen will, der rühme sich dessen, dass er Einsicht hat und mich erkennt, dass ich der Herr bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden! Denn daran habe ich Wohlgefallen, spricht der Herr. Jeremia 9,22.23.
Der Herr wirkt auf seine eigene Weise, damit Menschen sich nicht erheben, indem sie auf ihre Klugheit stolz sind und den Erfolg und den Ruhm für sich beanspruchen. Jeder soll nach Gottes Absicht verstehen, dass seine Gaben und Fähigkeiten von ihm kommen. Gott wirkt, durch wen er will, und wählt die Menschen aus, denen er sein Werk anvertrauen möchte. Er berät sich nicht zuvor mit den Empfängern seiner Botschaft und fragt sie nicht, von wem sie sie gern hören wollen.
Gott gebraucht Menschen, die sich gebrauchen lassen. Er würde auch intelligente Menschen gebrauchen, wenn sie sich von ihm prägen und umgestalten ließen und ihr Zeugnis nach seinem Willen ausrichteten. Alle jedoch, ob hoch oder niedrig, gebildet oder ungebildet, täten besser daran, dem Herrn die Sorge um die Sicherheit seiner eigenen Sache zu überlassen. Den Menschen kommt es zu, der Stimme Gottes zu gehorchen.
Wer im Werk des Herrn eine Aufgabe erfüllt, muss sich vom ihm stets erziehen lassen. „Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke, ein Reicher rühme sich nicht seines Reichtums. Sondern wer sich rühmen will, der rühme sich dessen, dass er klug sei und mich kenne, dass ich der HERR bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden; denn solches gefällt mir.“ Jeremia 9,22.23 …
Die Menschen hungern nach dem Brot des Lebens (siehe Johannes 6,35) und dürsten nach dem Wasser des Heils. Siehe Johannes 4,14. Und wehe dem, der sie durch seine mündlichen oder schriftlichen Äußerungen in die Irre führt! Der Geist Gottes spricht die Menschen an und führt ihnen ihre moralischen Verpflichtungen vor Augen: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst!“ Lukas 10,27. Der Heilige Geist bewegt das Innere des Menschen, bis der sich der göttlichen Kraft bewusst wird. Dann wird jede geistliche Fähigkeit belebt, sodass er entschieden handelt. The Review and Herald, 12. Mai 1896.
[Die Andacht stammt aus dem Buch Das Wirken des Heiligen Geistes von Ellen White, Tag 12. Juni]
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