Der aber die Herzen erforscht, weiß, was das Trachten des Geistes ist; denn er tritt so für die Heiligen ein, wie es Gott entspricht. Römer 8,27.

Wir haben nur einen einzigen Zugang zu Gott. Unsere Gebete können Gott nur über einen Namen erreichen, den Namen des Herrn Jesus, unserem Fürsprecher. Sein Geist muss unsere Bitten inspirieren. In den Räuchergefäßen, die vor Gott im Heiligtum geschwenkt wurden, durfte kein fremdes Feuer brennen. So muss der Herr selbst in unserem Herzen das Feuer entfachen, wenn unsere Gebete vor ihm annehmbar sein sollen. Der Heilige Geist, der in uns wirkt, muss uns mit unaussprechlichem Seufzen vor ihm vertreten.

Unser Gebet muss geprägt sein von dem tiefen Empfinden unserer Bedürftigkeit und dem intensiven Wunsch nach den Dingen, um die wir bitten, andernfalls kann es nicht erhört werden. Aber wir dürfen nicht müde werden und mit unseren Bitten aufhören, wenn wir nicht sofort Antwort bekommen. „Bis jetzt wird dem Reich der Himmel Gewalt angetan, und Gewalttuende reißen es an sich“, sagte Jesus. Matthäus 11,12 (EB). Mit der hier erwähnten Gewalt ist eine heilige Ernsthaftigkeit gemeint, wie sie Jakob am Jabbok zeigte. Siehe 1.Mose 32,27. Wir brauchen unsere Gefühle nicht aufzuputschen, sondern sollen unsere Bitten ruhig und ausdauernd am Thron der Gnade vorbringen. Unsere Aufgabe besteht darin, uns vor Gott zu demütigen, unsere Sünden zu bekennen und Gott im Glauben nahezukommen. Der Herr antwortete auf Daniels Gebet nicht damit er sich selbst verherrlicht, sondern damit der Segen die Herrzlichkeit Gottes widerspiegelt. Es ist Gottes Absicht, sich selbst in seiner Fürsorge und in seiner Gnade zu offenbaren. Das Ziel unserer Gebete muss die Lobpreisung Gottes sein, nicht unsere eigene Verherrlichung.

Wenn wir uns so sehen, wie wir wirklich sind, nämlich schwach, unwissend und hilflos, werden wir als demütige Bittsteller vor Gott kommen. Nur wer Gott und Christus nicht kennt, tritt stolz und selbstgerecht auf. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass jemand Gott nicht kennt, ist das Gefühl, selbst groß oder gut zu sein. Stolz ist immer mit mangelnder Gotteserkenntnis verbunden. Im Licht Gottes erkennen wir unsere eigenen Schwächen und Mängel.

Nachdem Daniel die göttliche Herrlichkeit offenbart wurde, berichtete er: „Und ich blieb allein zurück und sah diese große Erscheinung. Es blieb aber keine Kraft in mir, und mein Aussehen wurde sehr schlecht, und ich behielt keine Kraft.“ Daniel 10,8. In dem Augenblick, in dem der demütig Suchende Gott erkennt, wie er ist, wird er dieselbe Sicht von sich haben wie Daniel. Er erlebt kein Hochgefühl der eigenen Eitelkeit, sondern ein tiefes Empfinden der Heiligkeit Gottes und der Gerechtigkeit seiner Forderungen. The Review and Herald, 9. Februar 1897.

[Die Andacht stammt aus dem Buch Das Wirken des Heiligen Geistes von Ellen White, Tag 19. Januar – zur Verfügung gestellt von ASI Deutschland]

Das Buch ist 2006 im Advent-Verlag Lüneburg erschienen und kann dort, oder auch
im adventistbookcenter.at oder dem Advent-Verlag Schweiz bestellt werden.

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