Grüßt Priscilla und Aquila, meine Mitarbeiter in Christus Jesus, die für mein Leben ihren eigenen Hals hingehalten haben, denen nicht allein ich dankbar bin, sondern auch alle Gemeinden der Heiden; Römer 16,3.4
Paulus begegnete durch sein eigenes Beispiel der Auffassung, die damals in den Gemeinden Einfluss zu gewinnen begann, dass nämlich das Evangelium nur von denen erfolgreich verkündigt werden könnte, die von dem Zwang körperlicher Arbeit befreit seien. Er veranschaulichte damit ganz praktisch, was an vielen Orten, wo das Evangelium noch unbekannt war, von hingegebenen Laiengliedern getan werden konnte. Sein Beispiel erweckte in vielen demütigen Mitarbeitern das Verlangen, zur Förderung der Sache Gottes zu tun, was in ihren Kräften stand, während sie gleichzeitig durch ihre tägliche Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienten.
Aquila und Priszilla waren nicht dazu berufen, ihre volle Zeit in den Dienst des Evangeliums zu stellen, und doch gebrauchte Gott diese demütigen Arbeiter, um Apollos den Weg der Wahrheit gründlicher zu zeigen. Siehe Apostelgeschichte 18,24-26. Der Herr benutzt Werkzeuge unterschiedlicher Art, um seine Absichten auszuführen. Während einige besonders Begabte ausersehen sind, all ihre Energie einzusetzen, um das Evangelium zu lehren und zu verkündigen, werden viele andere berufen, einen wichtigen Anteil an der Rettung von Menschen zu haben, obwohl ihnen nie die Hände zur Einsegnung aufgelegt worden sind.
Ein weites Arbeitsfeld steht den Evangeliumsarbeitern offen, die ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten. Viele können neben irgendeiner körperlichen Arbeit, auf die sie nur einen Teil ihrer Zeit verwenden, wertvolle Erfahrungen im Verkündigungsdienst sammeln und sich so zu starken Arbeitern entwickeln, die einen wichtigen Dienst in bedürftigen Gebieten [in denen es an Predigern mangelt] übernehmen können.
Der selbstaufopfernde Diener Gottes, der unermüdlich das Wort Gottes verkündigt und lehrt, trägt eine schwere Last auf seinem Herzen. Er misst seine Arbeit nicht nach Stunden und lässt sich in seinem Wirken weder von der Höhe des Lohnes beeinflussen noch sich durch ungünstige Verhältnisse von seiner Pflicht abbringen. Er hat seinen Auftrag vom Himmel empfangen, und von dorther erwartet er auch seinen Lohn, wenn er das ihm anvertraute Werk vollbracht hat. Das Wirken der Apostel 353f. rev.
[Die Andacht stammt aus dem Buch Das Wirken des Heiligen Geistes von Ellen White, Tag 29. September]
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