Nicht dass ich es schon erlangt hätte oder schon vollendet wäre; ich jage aber danach, dass ich das auch ergreife, wofür ich von Christus Jesus ergriffen worden bin. Philipper 3,12.

Die Erfahrung eines Christen in der ersten Liebe zu Christus ist voller Einfachheit und Frische. Doch mit zunehmenden Gelegenheiten sollte sich seine Erfahrung erweitern und sein Wissen zunehmen. Er sollte stark werden, um Verantwortung zu übernehmen, und seine Reife sollte im Verhältnis zu den Vorrechten, die er genießt, wachsen …

Wenn er sich jedoch nicht ständig von Christus abhängig macht, werden sich das zunehmende Wissen und die geistlichen Vorrechte in Vertrauen auf sich selbst und in Selbstgerechtigkeit verwandeln. Der junge Christ steht in der Gefahr zu vergessen, dass es Christus ist, „der ein gutes Werk in [ihm] angefangen hat“, und er es auch vollenden muss. Philipper 1,6. Ein Christ muss sich von allen eigenen Verdiensten abkehren und sein ganzes Vertrauen auf die Verdienste [Christi] setzen. Aus sich selbst kann ein Mensch nichts Gutes hervorbringen, wie Jesus betonte: „Ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Johannes 15,5. Wir müssen uns ganz an ihn halten.

In der Gabe Christi wurde der ganze Himmel ausgeschüttet, und durch Christus wird dem Gläubigen der Heilige Geist verheißen. Er versprach seinen Jüngern: „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ Johannes 14,26. Christus bietet dem gläubigen, reuigen Menschen nicht nur Vergebung an, sondern verspricht ihm auch die beständige Hilfe des Geistes Gottes.

Wenn die Saat im Boden wächst, kann der Mensch das Werk der unsichtbaren Kräfte nicht sehen, die die Pflanze bis zur Vollendung wachsen lassen, „zuerst den Halm, danach die Ähre, danach den vollen Weizen in der Ähre“. Markus 4,18. Aber auch wenn du noch jung im Glauben bist, kannst du wissen, dass du „aus dem Tod in das Leben hinübergegangen“ bist (1.Johannes 3,14, EB), wenn die Früchte des Geistes in deinem Leben offenbar werden. Wenn du im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe wächst, spürst du, dass deine geistliche Sehkraft besser geworden ist. Wenn du Freude daran hast, dich mit dem Erlösungsplan und mit den herrlichen Kundgebungen des göttlichen Charakters zu beschäftigen, und wenn dein Herz beim Nachdenken über die Liebe Gottes in Dankbarkeit und Freude erglüht, kannst du gewiss sein, dass die Strahlen des Heiligen Geistes dich erleuchten und himmlische Werkzeuge deinen Charakter zur Reife des christlichen Lebens führen. The Signs of the Times, 27. März 1893.

[Die Andacht stammt aus dem Buch Das Wirken des Heiligen Geistes von Ellen White, Tag 30. März]

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