Denn solches ist gut und angenehm vor Gott, unserm Heiland, welcher will, daß allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus. 1.Timotheus 2,3-5.
Jeder, der an Christus als seinen persönlichen Erlöser glaubt, hat vor Gott die Verpflichtung, rein und heilig zu sein. Er soll ein geistlicher Mitarbeiter Christi sein und versuchen, die Verlorenen zu retten, seien sie groß oder klein, reich oder arm, gebunden oder frei. Das größte Werk auf Erden besteht darin, „Verlorene zu suchen und zu retten“ (Lukas 19,10) —, nämlich die Menschen, für die Christus den unendlich hohen Preis seines eigenen Blutes bezahlt hat. Jeder Christ soll sich an dieser Aufgabe aktiv beteiligen. Wenn jene, die mit Licht gesegnet sind, es nicht an andere weitergeben, werden sie die Fülle der Gnade, die ihnen geschenkt wurde, wieder verlieren, weil sie eine heilige Pflicht vernachlässigen, die im Wort Gottes klar genannt wird. Wenn das Licht des untreuen Gläubigen abnimmt, gerät seine eigene Seele in Gefahr, und den [Menschen], denen er wie ein Licht hätte scheinen sollen, fehlt die Unterstützung, die sie nach dem Willen Gottes von den menschlichen Werkzeugen erhalten sollten. So wird das verlorene Schaf nicht wieder zur Herde zurückgebracht.
Gott verlässt sich auf dich als seinen Mitarbeiter, dass du deine Pflicht nach bestem Vermögen erfüllst. Er selbst wird dann den Erfolg geben. Wenn menschliche Helfer mit den göttlichen Wesen zusammenarbeiten würden, könnten tausende Menschen gerettet werden. Der Heilige Geist würde geweihten Mitarbeitern Jesu gegeben, der sie für jede Auseinandersetzung wappnen, sie aufrichten und stärken und zu „mehr als Überwindern“ (Römer 8,37) machen würde.
Wenn zwei oder drei „auf der Erde übereinkommen, irgendeine Sache zu erbitten, so wird sie ihnen gegeben werden von meinem Vater.“ Matthäus 18,19 (EB). Ihnen gilt die Verheißung: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. … So denn ihr, die ihr arg seid, könnet euren Kindern gute Gaben geben, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!“ Lukas 11,9.13. Der Herr hat versprochen: „Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ Matthäus 18,20. Jene, die sich zum Gebet versammeln, werden „die Salbung mit dem Geist von dem, der heilig ist“, erhalten. 1.Johannes 2,20. The Review and Herald, 30. Juni 1896.
[Die Andacht stammt aus dem Buch Das Wirken des Heiligen Geistes von Ellen White, Tag 1. Juni]
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