Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid; stellt euch selbst auf die Probe! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, dass ihr unecht wärt! 2.Korinther 13,5.

Wenn wir die Bedeutung und Größe unserer Aufgabe recht ermessen und uns selbst sehen könnten, wie wir in dieser Zeit tatsächlich sind, wären wir erstaunt, dass Gott uns — so unwürdig wie wir sind — überhaupt gebrauchen kann, um Menschen zur Wahrheit zu führen. Vieles sollten wir bereits verstehen, aber begreifen es nicht, weil wir unsere von Gott erhaltenen Vorrechte bei weitem nicht nutzen.

Christus sagte zu seinen Jüngern: „Noch vieles hätte ich euch zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen.“ Johannes 16,12. Dies ist auch unsere Situation. Wären sie wirklich nicht in der Lage gewesen zu verstehen, was er ihnen zu sagen hatte, wenn sie Täter seines Wortes gewesen wären und die Wahrheit, die er ihnen dargelegt hatte, Punkt für Punkt genutzt hätten? Doch obwohl sie ihn damals nicht verstehen konnten, kündigte er ihnen den Beistand an, der sie „in die ganze Wahrheit leiten“ würde. V. 13 (EB). Wir sollten eigentlich in der Lage sein, die Lehre, die Führung und das Wirken des Geistes Christi zu verstehen. Wir dürfen Gott oder seine Wahrheit nicht an unserem begrenzten Verstand oder unserer vorgefassten Meinung messen.

Viele merken nicht, wo sie stehen, weil sie geistlich blind sind. „Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; prüft euch selbst! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Wenn nicht, dann wärt ihr ja untüchtig.“ 2.Korinther 13,5. Ich bin überzeugt, dass niemand von uns als untüchtig erfunden werden möchte. Wohnt Christus durch den Glauben in deinem Herzen? Ist sein Geist in dir? Wenn ja, wirst du eine so große Sehnsucht nach der Rettung der Menschen empfinden, für die Christus gestorben ist, dass dein Ich bedeutungslos wird und nur noch Christus allein verherrlicht wird …

All jene, die bekennen, mit Christus verbunden zu sein, sollen Gottes Mitarbeiter sein. Das Volk Gottes soll die Welt warnen und ein Volk vorbereiten, das am Tag des Zornes, wenn „der Menschensohn auf den Wolken des Himmels kommen“ wird (Matthäus 24,30), bestehen kann. Die Mitglieder der Gemeinde Christi sollen die göttlichen Lichtstrahlen von Jesus sammeln und sie auf andere Menschen widerspiegeln, um in der Welt eine erleuchtete Bahn in Richtung Himmel zu bilden. The Review and Herald, 8. Oktober 1889.

[Die Andacht stammt aus dem Buch Das Wirken des Heiligen Geistes von Ellen White, Tag 10. Juni]

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