Von mir aber sei es ferne, mich zu rühmen, als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt. Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern eine neue Schöpfung. Galater 6,14.15.

In unserer Welt gibt es ein großes Werk zu tun. Männer und Frauen sollen bekehrt werden, nicht durch die Gabe der Zungenrede oder das Wirken von Wundern, sondern durch die Predigt des gekreuzigten Christus. Warum sollen wir diese Bemühungen verzögern, um die Welt besser zu machen? Warum warten wir, ob etwas Wunderbares geschieht oder ein teurer Apparat [zur Verkündigung der Botschaft] aufgebaut wird? Wie unbedeutend auch dein Umfeld oder deine Arbeit sein mögen, wenn du in Übereinstimmung mit den Lehren des Erlösers arbeitest, wird er sich durch dich offenbaren, und dein Einfluss wird Menschen zu ihm ziehen. Er wird die Sanftmütigen und Geringen ehren, die aufrichtig für ihn arbeiten möchten. In allem, was wir tun, sei es im Geschäft, auf der Farm oder im Büro, sollten wir das Bemühen einbringen, Menschen zu retten.

Wir sollen den Samen überall ausstreuen, in der Liebe Gottes bleiben und mit den uns anvertrauten Mitteln im Dienst des Meisters arbeiten, „solange es Tag ist“. Johannes 9,4. Lass uns alles, was zu tun ist, mit Fröhlichkeit tun. Welches Opfer auch von uns verlangt wird — lasst es uns freudig bringen. Wenn wir „an allen Wassern säen“ (Jesaja 32,20), werden wir die Erfüllung der Worte erleben: „Wer im Segen sät, der wird auch im Segen ernten.“ 2.Korinther 9,6.

Wir schulden alles der Gnade, der souveränen Gnade Gottes. Sie veranlasste unsere Erlösung, unsere Erneuerung und unsere Annahme als „Miterben Christi“. Römer 8,17; vgl. Galater 4,5. Lasst uns diese Gnade anderen offenbaren.

Der Erlöser nimmt Menschen, die sich von ihm formen lassen, und gebraucht sie zur Ehre seines Namens. Er verwendet Material, das andere übersehen würden, und wirkt an allen, die sich ihm übergeben. Er hat Freude daran, offensichtlich aussichtsloses Material zu nehmen — jene, die Satan erniedrigt und als Werkzeuge benutzt hat — und sie zu Untertanen seiner Gnade zu machen. Christus freut sich, sie von ihrem Leiden zu erlösen und von dem Zorn, der die Ungehorsamen einst treffen wird. Er macht seine Kinder zu Werkzeugen in der Vollendung seines Werkes und dessen Erfolg, den sie bereits in diesem Leben erfahren, ist für sie eine wertvolle Belohnung. The Review and Herald, 5. Januar 1905.

[Die Andacht stammt aus dem Buch Das Wirken des Heiligen Geistes von Ellen White, Tag 16. Juli]

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