Ich freue mich an dem Weg, den deine Zeugnisse weisen, wie über lauter Reichtümer. Ich will über deine Befehle nachsinnen und auf deine Pfade achten. Ich habe meine Lust an deinen Anweisungen; dein Wort vergesse ich nicht. Psalm 119,14-16.

In seinem Wort hat Gott den Menschen die für das Seelenheil nötige Erkenntnis anvertraut. Die Heilige Schrift soll als eine maßgebende, untrügliche Offenbarung seines Willens angenommen werden. Sie ist der Maßstab für den Charakter, die Quelle für die Lehren und der Prüfstein der Erfahrung. „Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“ 2.Timotheus 3,16.17.

Doch die Tatsache, dass Gott den Menschen seinen Willen durch sein Wort offenbart hat, lässt die beständige Gegenwart des Heiligen Geistes und seine Führung nicht überflüssig werden. Im Gegenteil: Unser Heiland verhieß den Heiligen Geist, damit dieser seinen Dienern das Wort erschließt, dessen Lehren erhellt und anwendet. Da Gottes Geist die Heilige Schrift inspiriert hat, ist es auch unmöglich, dass die Lehren des Geistes der Schrift je widersprechen können.

Der Geist wurde nicht gegeben — und kann auch nie dazu verliehen werden —, um die Heilige Schrift zu verdrängen; denn die Schrift erklärt ausdrücklich, dass das Wort Gottes der Maßstab ist, an dem alle Lehren und jede Erfahrung geprüft werden müssen. Der Apostel Johannes sagt: „Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen.“ 1.Johannes 4,1.

Das Werk des Heiligen Geistes ist geschmäht worden durch die Irrtümer jener Menschen, die beanspruchen, von ihm erleuchtet zu sein, und behaupten, einer weiteren Führung durch Gottes Wort nicht mehr zu bedürfen. Sie lassen sich von Eindrücken leiten, die sie für die Stimme Gottes im Herzen halten, aber der Geist, der sie beherrscht, ist nicht der Geist Gottes. Eindrücken zu folgen und das Studium der Heiligen Schrift zu vernachlässigen kann nur zu Verwirrung, Täuschung und Verderben führen. Das dient nur dazu, die Absichten des Bösen zu fördern. Da die Wirksamkeit des Heiligen Geistes für die Gemeinde Christi außerordentlich bedeutsam ist, gehört es auch zu Satans listigen Anschlägen, durch die Irrtümer der Extremen und Fanatiker das Werk des Geistes zu schmähen und das Volk Gottes zu veranlassen, diese Kraftquelle, die uns der Herr selbst gegeben hat, zu vernachlässigen. Der große Kampf 9f. rev.

[Die Andacht stammt aus dem Buch Das Wirken des Heiligen Geistes von Ellen White, Tag 23. April]

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