Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Gedeihen gegeben. So ist also weder der etwas, welcher pflanzt, noch der, welcher begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt. 1.Korinther 3,6.7.
Das sind die mächtigen Werkzeuge, die die Welt bewegen: Das Kreuz von Golgatha stellt alle Kräfte der an Christus Gläubigen in den Dienst, damit sie Werkzeuge für die Rettung von Menschen werden. Menschliche Bemühungen müssen mit den göttlichen verbunden werden und ihre Wirksamkeit muss vom Himmel stammen. Wir sollen Mitarbeiter Gottes sein. Der Herr wird die Herzen von Männern und Frauen für die Aufnahme des Wortes Gottes öffnen, und der Heilige Geist lässt das Wort wirksam werden.
Wer die Wahrheit aufnimmt, erhält den Glauben, der zum entschlossenen Handeln führt, „sich in Taten der Liebe zeigt“ (Galater 5,6) und die Seele reinigt. So wird die Wahrheit zu einem heiligenden Werkzeug. Ihre umwandelnde Kraft wird am Charakter der Gläubigen sichtbar. Wenn sie in das Innerste eines Menschen eingelassen wird, wirkt sie nicht bloß oberflächlich, ohne das Herz zu verändern. Sie erweckt nicht bloß Emotionen, ohne das Urteilsvermögen und den Willen anzusprechen, sondern stößt zu den Tiefen der menschlichen Natur vor und führt die gesamte Persönlichkeit zum harmonischen Handeln.
Nun beginnt das eigentliche Werk des wahrhaft Bekehrten. Er muss so arbeiten, wie Christus es tat. Er soll nun „nicht mehr für sich selbst leben“, sondern ganz für den Herrn. 2.Korinther 5,15 (EB). Die Welt hat ihn verloren, denn sein „Leben ist verborgen mit Christus in Gott“. Kolosser 3,3. Das bedeutet, dass seine Selbstsucht nicht länger die Vorherrschaft besitzt. Das Licht vom Kreuz auf Golgatha erleuchtet ihn mit seinen hellen Strahlen, und der Geist Gottes hat ihm die Dinge Christi in solch einem attraktiven Licht offenbart, dass seine Gewohnheiten und sein Verhalten sich verändern und zeigen, dass er in Christus Jesus „eine neue Kreatur“ ist. 2.Korinther 5,17. Nun schätzt er jeden Dollar, aber nicht, um seine eigenen Begierden zu befriedigen oder um ihn in der Erde zu vergraben, sondern um damit Gutes zu tun, bei der Errettung von Menschen mitzuhelfen und das Reich Christi aufzubauen. Er freut sich an demselben wie Christus: Menschen erlöst zu sehen. Warum tun wir so wenig für ihre Rettung, wenn es [doch] so viel zu tun gibt? Warum tun wir so wenig, um Männer, Frauen und Kinder zu Christus zu führen? — The Review and Herald, 6. Oktober 1891. {WHG 167.4}
[Die Andacht stammt aus dem Buch Das Wirken des Heiligen Geistes von Ellen White, Tag 9. Juni]
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