Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder? Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“ Apostelgeschichte 2,37.38.

Kurz bevor Jesus seine Jünger verließ, um in den Himmel aufzufahren, ermutigte er sie durch die Verheißung des Heiligen Geistes. Siehe Apostelgeschichte 1,8.9. Diese Verheißung gilt für uns genauso wie ihnen damals, wie Petrus betonte: „Denn euch und euren Kindern gilt diese Verheißung des Geistes und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird.“ Apostelgeschichte 2,39. Doch wie selten wird sie der Gemeinde verkündigt, und wie selten von ihrem Empfang gesprochen!

Als Folge des Schweigens über dieses wichtige Thema erleben wir bei keiner anderen Verheißung Christi so wenig die praktische Erfüllung wie bei dieser kostbaren Verheißung der Gabe des Heiligen Geistes, die unserer gesamten geistlichen Arbeit die Wirksamkeit verleiht. Die Verheißung des Geistes wird gelegentlich in den Vorträgen erwähnt und beiläufig angesprochen, aber das ist auch schon alles. Es wurde viel über die Prophezeiungen gepredigt und die adventistischen Lehren wurden ausführlich erklärt, aber das, was für das geistliche Wachstum und die Wirksamkeit der Gemeinde wesentlich ist, damit die Verkündigung überzeugend wirkt und Menschen zu Gott bekehrt werden, haben unsere Prediger weitgehend ausgespart.

Das Thema wurde beiseitegelegt, als ob es irgendwann in der Zukunft berücksichtigt werden würde. Andere Segnungen und Vorrechte wurden der Gemeinde präsentiert, bis in ihr der Wunsch erwachte, den von Gott verheißenen Segen zu empfangen. Aber bezüglich des Heiligen Geistes wurde der Eindruck erweckt, diese Gabe sei nicht für die Gemeinde heute bestimmt, sondern für sie erst irgendwann in der Zukunft notwendig.

Diese verheißene Gabe würde — wenn wir sie im Glauben in Anspruch nähmen — alle anderen Segnungen im Gefolge mit sich bringen und soll dem Volk Gottes in reichlichem Maß zuteil werden. Aufgrund der ausgeklügelten Ränke des Feindes scheint Gottes Volk [jedoch] nicht in der Lage zu sein, die Verheißungen Gottes recht zu begreifen und sich anzueignen … Die den heiligen Samen der Wahrheit gesät haben, werden eine Ernte der Freude einbringen. „Weinend gehen sie hin und streuen die Saat aus, jubelnd kommen sie heim und tragen ihre Garben.“ Psalm 126,6. Testimonies to Ministers and Gospel Workers 174f.

[Die Andacht stammt aus dem Buch Das Wirken des Heiligen Geistes von Ellen White, Tag 26. August]

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