Aber Gott hat mich vor euch hergesandt, um euch einen Überrest zu sichern auf Erden, und um euch am Leben zu erhalten zu einer großen Errettung. Und nun, nicht ihr habt mich hierher gesandt, sondern Gott: Er hat mich dem Pharao zum Vater gesetzt und zum Herrn über sein ganzes Haus und zum Herrscher über das ganze Land Ägypten. 1.Mose 45,7.8.
Es war Gottes Absicht, dass durch Joseph der wahre Glaube bei den Ägyptern eingeführt werden sollte. Dieser treue Zeuge sollte Christus am Hof der Pharaonen offenbaren. Durch zwei Träume vermittelte Gott dem jungen Joseph einen Eindruck von der hohen Position, die er einmal einnehmen würde. Siehe 1.Mose 37,5-11. Um die Erfüllung seiner Träume zu verhindern, verkauften seine Brüder Joseph als Sklaven nach Ägypten (siehe V. 28), aber ihre grausame Tat führte genau zu dem
Ergebnis, das die Träume angekündigt hatten.
Jene Menschen, die versuchen, die Absicht Gottes zu ignorieren und gegen seinen Willen zu arbeiten, scheint es eine Weile zu gelingen; aber Gott führt dennoch seine eigenen Absichten durch. Er wird deutlich machen, wer der Herrscher des Himmels und der Erde ist.
Seinen Verkauf nach Ägypten betrachtete Joseph zunächst als schlimmstes Unglück seines Lebens. Aber er erkannte die Notwendigkeit, Gott noch viel intensiver zu vertrauen als während der Zeit, da ihn die Liebe seines Vaters noch beschützt hatte. Joseph nahm Gott mit nach Ägypten. Das zeigte sich an seiner Fröhlichkeit, die er sich trotz seines Kummers bewahrt hatte. Wie später die Lade Gottes dem Volk Israel Ruhe und Wohlstand brachte, so wurde dieser junge Mann, der Gott liebte und ehrfürchtig verehrte, ein Segen für Ägypten. Das war so deutlich erkennbar, dass Potifar, in dessen Haus er diente, alle seine Segnungen seinem neu erworbenen Sklaven zuschrieb (siehe 1.Mose 39,3-5) und ihn eher wie einen Sohn als einen Sklaven behandelte. Nach Gottes Absicht sollen die, die ihn lieben und ehren, auch selbst geehrt werden, sodass die Ehre, die sie Gott erweisen, auf sie zurückwirkt.
Josephs Charakter veränderte sich nicht, als er zu einer Vertrauensstellung erhöht wurde. Er wurde an einen Platz gestellt, an dem seine Tugend durch das Licht seiner guten Werke leuchten konnte. Der Segen Gottes begleitete ihn im Haus und auf dem Feld Potifars. Und bei all dem zeigte er standhafte Integrität (siehe V. 7-10), denn er liebte Gott und hatte Ehrfurcht vor ihm. The Youth‘s Instructor, 11. März 1897.
[Die Andacht stammt aus dem Buch Das Wirken des Heiligen Geistes von Ellen White, Tag 4. September]
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