Da sangen Debora und Barak, der Sohn des Abinoam, in jener Zeit dieses Lied: „Dass Führer anführten in Israel, Dass sich das Volk willig zeigte, dafür preist den Herrn! So müssen alle deine Feinde umkommen, o Herr! Die aber Ihn lieben, sollen sein wie die Sonne, wenn sie aufgeht in ihrer Macht!“ Richter 5,1.2.31.
Jabin, der König von Hazor, war damals einer der mächtigsten und furchtbarsten Feinde Israels … Der Kommandeur seiner Streitkräfte war Sisera, ein fähiger und erfolgreicher Feldhauptmann. Seine Armee war gut ausgerüstet und mächtig und besaß 900 eiserne Streitwagen. Siehe Richter 4,2.3.
Die Israeliten, die sich durch ihren Götzendienst erneut von Gott getrennt hatten, wurden von diesen Feinden schwer bedrängt. Siehe V. 1-3. Ihr Eigentum und sogar ihr Leben waren ständig in Gefahr. Deshalb waren die Dörfer und abgelegenen Höfe verlassen, und das Volk drängte sich in den befestigten Städten zusammen … Die Israeliten benutzten die wenig frequentierten Nebenstraßen, um von einem Ort zum anderen zu gelangen … Obendrein waren sie unbewaffnet; man fand unter 40 000 Männern weder ein Schwert noch einen Speer. Siehe Richter 5,6-8.
Zwanzig Jahre lang stöhnten die Israeliten unter dem Joch der Unterdrücker; dann wandten sie sich von ihrem Götzendienst ab und baten den Herrn demütig und reuevoll um Befreiung. Siehe Richter 4,3. Sie schrieen nicht vergeblich. In Israel gab es eine Frau, die für ihre Frömmigkeit bekannt war. Durch sie wollte der Herr sein Volk befreien. Ihr Name war Debora. Sie war als Prophetin bekannt, und weil es keine Richter mehr gab, suchten die Israeliten bei ihr Rat und Recht. Siehe V. 4.5.
Der Herr verkündete Debora seine Absicht zur Zerstörung der Feinde Israels und bat sie, nach einem Mann namens Barak vom Stamm Naftali zu senden und ihn über die erhaltenen Instruktionen zu informieren. Wie vereinbart, sandte sie Barak eine Botschaft und wies ihn an, 10 000 Männer der Stämme Naftali und Sebulon zu versammeln und gegen die Armee des Königs Jabin zu kämpfen. Siehe V. 6.7 … Barak weigerte sich, sich an diesem zweifelhaften Vorhaben zu beteiligen, wenn Debora ihn nicht begleiten und seine Bemühungen durch ihren Einfluss und Rat unterstützen würde. Debora willigte ein, versicherte ihm aber, dass wegen seines Mangels an Glauben der Sieg ihm keine Ehre bringen würde, weil Sisera in die Hand einer Frau gegeben würde. Siehe V. 8.9 …
Debora feierte den Triumph Israels mit einem sehr erhabenen und leidenschaftlichen Lied. Siehe Richter 5. Sie gab Gott alle Ehre für ihre Befreiung und forderte das Volk auf, ihn für seine wunderbaren Werke zu loben. The Signs of the Times, 16. Juni 1881. {WHG 318.6}
[Die Andacht stammt aus dem Buch Das Wirken des Heiligen Geistes von Ellen White, Tag 7. September]
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