Es spricht David, der Sohn Isais, es spricht der Mann, der hoch erhoben wurde, der Gesalbte des Gottes Jakobs, der liebliche Psalmdichter in Israel: Der Geist des Herrn hat durch mich geredet, und sein Wort war auf meiner Zunge. 2.Samuel 23,1.2.

Wer kann die Frucht jener beschwerlichen Jahre der Mühe und der Wanderungen Davids in der Abgeschiedenheit dieser Hügel ermessen? Sein inniges Verhältnis zur Natur und zu Gott, die Sorge um die Herden [seines Vaters], die Rettung aus mancherlei Gefahr (siehe 1.Samuel 17,34.35), die kummervollen wie die erfreulichen Dinge seines bescheidenen Loses — das alles formte nicht nur Davids Charakter und beeinflusste seine Zukunft, sondern entfachte durch die Psalmen des großen Sängers Israels in allen künftigen Zeitaltern bei den Gläubigen Liebe und Vertrauen und brachte sie dem gütigen Vaterherzen Gottes näher.

Dies alles bereitete David in der Spannkraft seiner Jugendjahre darauf vor, eine hohe Stellung unter den Vornehmsten der Erde einzunehmen. Seine Fähigkeiten gebrauchte er als kostbare Gaben von Gott zum Ruhm des göttlichen Gebers. Die Gelegenheiten zum Nachdenken dienten dazu, ihm jene Weisheit und Frömmigkeit zu vermitteln, die vor Gott und Engeln angenehm ist. Beim Nachsinnen über Gottes Vollkommenheit eröffneten sich ihm klarere Vorstellungen von dessen Wesen. Dunkle Themen wurden erhellt, die Schwierigkeiten [darin] erklärt, die Widersprüche harmonisiert, und jede neue Erkenntnis entzückte ihn und führte zu weiteren, wunderbaren Andachtsliedern zum Lobe Gottes und des Heilandes.

Die Liebe zu Gott, die ihn bewegte, die Sorgen, die ihn beschäftigten, die Triumphe, die er errang — all das waren Themen, die seine Gedanken beschäftigten. Als er in allen Fügungen seines Lebens die Liebe Gottes erkannte, schlug sein Herz höher in inbrünstiger Anbetung und Dankbarkeit; seine Stimme erhob sich in reicheren Melodien und er spielte seine Harfe mit frohlockenderer Freude. Der junge Schafhirte wurde dadurch innerlich immer gefestigter und seine Erkenntnis wuchs, denn der Geist des Herrn ruhte auf ihm. Patriarchen und Propheten 623 rev.

[Die Andacht stammt aus dem Buch Das Wirken des Heiligen Geistes von Ellen White, Tag 10. September]

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