Da ging der hin, welcher die fünf Talente empfangen hatte, handelte mit ihnen und gewann fünf weitere Talente. Und ebenso der, welcher die zwei Talente empfangen hatte, auch er gewann zwei weitere. Aber der, welcher das eine empfangen hatte, ging hin, grub die Erde auf und verbarg das Geld seines Herrn. Matthäus 25,16-18.

Das Gleichnis von den anvertrauten Zentnern Silbergeld sollte sehr sorgfältig und unter Gebet studiert werden, denn es hat eine persönliche und individuelle Anwendung für jeden Christen, der gesunde Verstandeskräfte besitzt — ob Mann, Frau oder Kind. Unsere Pflichten und Verantwortungen entsprechen den Gaben, die Gott uns verliehen hat. Jeder Nachfolger Christi besitzt mindestens eine besondere geistliche Gabe, für die er Gott Rechenschaft schuldet. Siehe 1.Korinther 12,7.11; Matthäus 25,19.

Viele haben ihre Gabe nicht für den Dienst Christi eingesetzt. Sie entschuldigten sich mit dem Hinweis, andere hätten größere Begabungen und Vorteile. Es hat sich in der Gemeinde die Meinung etabliert, nur von denen, die besondere Gaben besäßen, würde verlangt werden, ihre Fähigkeiten zum Dienst für Gott zu heiligen. Viele sind der Auffassung, nur eine bestimmte bevorzugte Gruppe würde von Gott Gaben empfangen und andere seien davon ausgeschlossen, die dann auch an den Pflichten oder Belohnungen nicht teilhätten. Aber im Gleichnis Jesu wird das nicht so dargestellt. Als der Hausherr seine Diener zusammenrief, übertrug er jedem eine Aufgabe.

Auf allen Gliedern der Familie Gottes ruht die Verantwortung, die Gaben ihres Herrn einzusetzen. Jeder Einzelne — vom Niedrigsten und Unbedeutensten bis zum Größten und Höchsten — ist ein moralisches Wesen, das mit Fähigkeiten ausgestattet ist, für die er vor Gott Rechenschaft ablegen muss. Mehr oder weniger haben alle von ihrem Herrn Gaben empfangen, die sie zu verwalten haben. Geistige, körperliche und geistliche Fähigkeiten, Einfluss, Stellung, Besitz, Zuneigung und Sympathie — all das sind wertvolle Gaben, die im Sinne der Sache des Herrn zur Rettung von Menschen eingesetzt werden sollen, für die Christus gestorben ist. Wie wenige schätzen diese Segnungen! Wie wenige versuchen, ihre Fähigkeiten auszubilden und ihren Nutzen für die Welt zu steigern! Der Herr hat jedem Nachfolger Jesu „seine Aufgabe“ zugewiesen (Markus 13,34) und jedem Gaben „nach seinen Fähigkeiten“ gegeben. Matthäus 25,15. Das Anvertraute entspricht dem jeweiligen Vermögen. Gott erwartet von jedem die Mitarbeit in seinem Weinberg. Siehe Matthäus 20,1-7. Nimm die Aufgabe an, die dir übertragen wurde, und erfülle sie treu! The Review and Herald, 1. Mai 1888.

[Die Andacht stammt aus dem Buch Das Wirken des Heiligen Geistes von Ellen White, Tag 28. Juli]

Diese Andachten gibt es auch als
Audio: https://www.asideutschland.de/zeit-mit-gott-audio/
Telegram: https://t.me/asi_andachten7
WhatsApp: https://chat.whatsapp.com/KB40lAcjzSLHq1gFYpnXgw